Stani´s Sternstube

Eine eigene Sternwarte das ist der Traum jedes Hobbyastronomen! Auch ich wünschte mir eine kleine Sternwarte im Garten, vor allem nachdem ich die meines Sternfreundes Rainer aus Erftstadt-Erp gesehen hatte. Bis dahin nutzte ich nur eine festmontierte Säule im Garten, die durch eine abschließbare Holzkiste geschützt war.

Am 1. Mai 2015 war es dann soweit. Den Grundplan hatte ich fertig, jetzt ging`s an die Arbeit.

Auf einer ausgemessenen quadratischen Grundfläche von 2,50 x 2,50 Meter würde meine Sternhütte später stehen. Die Position der Säule hatte ich rasch bestimmt. Danach hob ich ein Loch aus und betonierte auf einem festen Fundament von 60 x 60 Zentimeter ein herkömmliches Abflussrohr samt Stahlverstärkung mit einem Durchmesser von 20 Zentimetern. Um die Schrauben für die Aufnahmeplatte der Montierung passend einbetonieren zu können, musste ich noch die Nordrichtung ermitteln.

Im nächsten Schritt folgte der Aushub für die Bodenplatte. Darin breitete ich eine Abdichtungsplane aus, die dem Schutz vor Bodenfeuchtigkeit dient, und klebte Dachpappe auf die Plane. Erst jetzt konnte ich die Seitenfundamente für die Holzwände aufstellen und den Boden mit Betonplatten bestücken.

Bei so viel Arbeit war ich natürlich auf jede helfende Hand angewiesen. Zum Glück hilft mein Enkel dem Opa immer gerne.

Nachdem ich die Arbeit an Fundament und Bodenplatte abgeschlossen hatte, montierte ich Eckpfosten und Holzrahmen für die Seitenwände. Deren Bretter aus Nut und Feder schraubte ich auf die Pfosten. So stand am Ende das „Erdgeschoss“, eingerahmt von vier Holzwänden, aber noch ohne Dach. Denn bevor ich mich an die Dachkonstruktion machen konnte, musste ich noch zwei Arbeiten erledigen: auf die Holzrahmen Laufbahnen aus Aluminium montieren, um später den Rollwiderstand des Dachs so gering wie möglich zu halten, und die Kabel für den Stromanschluß verlegen.

Für das Dach brachte ich zunächst Holzbalken auf einem Holzrahmen ein. An die Rahmen montierte ich sechs Rollen. Dann setzte ich die Konstruktion so auf die unteren Rahmen auf, dass sich die angebrachte Rollen in die Aluminium-Laufbahnen fügten. Zum Schluss deckte ich das Dach mit Brettern. Dank der vorher angebrachten Aluminium-Rollbahnen lässt sich das ganze Dach leicht verschieben.

Bei der Innenausstattung habe ich besonders Wert auf den Boden gelegt. Jeder Hobbyastronom, der schon einmal stundenlang eine frostige Nacht durchgestanden hat, weiß, wie schnell das Beobachtungvergnügen durch kalte Füße getrübt wird. Deshalb habe ich auf den Betonplatten als unterstes eine Plastikfolie, darüber fünf Zentimeter dicke Styroporplatten ausgelegt und schließlich als oberstes Industrie-Gummiplatten verlegt.

Jetzt fehlten nur noch ein paar nützliche Ablagen an den Wänden. Zwei Ecktische fürs Basteln und als Platz für den Computer waren vergleichsweise schnell gebaut. Jetzt musste ich noch alle Kanäle für die zuvor verlegten Stromkabel am Boden abdichten und verkleiden.

Um meine kleine Sternwarte gegen Wind und Wetter zu schützen, habe ich alle Außenwände und das Dach mit Styropor und Dachpappe verkleidet sowie Regenrinnen angebracht. So bleibt die Hütte dicht und immer trocken.

Stani´s Sternstube

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