Astronomie Werkstatt für Kinder

vom 16. – 18. 7. 2018 

Die Begeisterung kennt kaum Grenzen, wenn sich bei den Jüngsten alles um Sonne, Mond und Sterne dreht. In unserer Astrowerkstatt können sie zum Beispiel eigene Planeten basteln, einen Planetenweg anlegen, sich gegenseitig die Mondphasen oder sich die Verteilung der Planeten im All erklären. Das macht Spaß und ist lehrreich.

Am 18.07.2018 ist unsere erste Astrowerkstatt erfolgreich zu Ende gegangen. Lediglich vier Kinder von mehreren, die das Interesse an Astrowerkstatt angekündigt hatten, haben tatsächlich teilgenommen. Ein Grund wird sicher sein, dass wir  in den Medien nicht so präsent waren und diese Veranstaltung sich noch nicht herumgesprochen hat. Dies wird sich im nächsten Jahr sicher ändern. Wir haben aber sehr viel Erfahrung sammeln können, somit sind wir für die nächste Veranstaltung dieser Art gut gewappnet.

Am Montag des ersten Tages durften die Kinder bei hervorragenden Wetterbedingungen die Sonne durch ein H-Alpha – Teleskop von Peter Schmidt beobachten. Dabei ging es darum, das Auge zu „schulen“ und sich möglichst mehrere gesehene Elemente zu merken.
Die Kinder haben einzeln beobachtet und gleichzeitig auf einem Blatt Papier das Gesehene gezeichnet. Mit Staunen haben wir festgestellt, dass die Kinder sehr viele magnetische Strukturen, Flecken und Protuberanzen gezeichnet haben. Nach einem leckeren Mittagessen, das uns die Familie Annie und Heinz Krieger vorbereitet und zum größten Teil gespendet hat, sind wir zum Basteln übergegangen.

Am Dienstag haben wir erst die Berichte von den Kindern angehört, was sie so durch ihr eigenhändig gebautes Teleskop am Abend des Vortages gesehen haben. Einige Kinder haben alle derzeit sichtbare Planeten, die Venus, den Jupiter und den Saturn sowie unseren Mond gesehen und auch erkannt. Danach sind wir zur Theorie übergegangen. Ich hatte die Aufgabe übernommen, den Kindern das Phänomen der vier Jahreszeiten mit Hilfe einer Taschenlampe am Globus zu erklären.

Dies beinhaltete die Erläuterung des Breitengrades und des Längengrades, des nördlichen und südlichen Wendekreises sowie auch des Äquators. Danach sind wir zu unserer Sonnenuhr gegangen, wo ich mit einer alten Geschichte erzählt habe, dass die Sonnenuhr vor tausenden von Jahren von unseren Vorfahren durch die wichtige Beobachtung entwickelt wurde, dass der Schatten wandert. Annie Krieger hat uns ein leckeres Mittagessen gekocht. Nachmittags wurde wieder die Sonne durch das H-Alpha – Teleskop beobachtet, um festzustellen, ob eventuell Veränderungen gegenüber dem Vortag zu sehen waren.

Am Mittwoch, dem letzten Tag der Astronomie Werkstatt, kam Dr.Wolfgang Mett zum Zug. Wolfgang hat auf sehr interessante und spielerische Weise den Kindern unser Planetensystem vorgestellt. Zuerst wurden auf einem Bildschirm Bilder unserer acht Planeten gezeigt und erklärt. Danach wurde aus einer Kiste verschiedene Obstsorten herausgeholt, dann konnten die Kinder selbst wählen, welches Obst zu welchen Planeten passen würde. Kriterien waren Farbe und Größe. Das wurde sehr schnell und ohne unser Zutun demokratisch zwischen den teilnehmenden Kindern geklärt.

So etwas mit anzusehen macht richtig Spaß. Die inneren Planeten wurden wie folgt dargestellt: Merkur war ein Pfirsich, Venus eine Apfelsine, unsere Erde ein Apfel und Mars eine Tomate. Erdnüsse waren für den Asteroiden-Gürtel vorgesehen. Die dickste Wassermelone stellte den Jupiter dar, eine weitere Wassermelone mit rundherum eingesteckten Bananen unseren Saturn und zwei Honigmelonen die äußeren Planeten Uranus und Neptun. Diese „Planeten“ wurden dann maßstabsgerecht in ihren Entfernungen zur Sonne (dargestellt durch Peter mit seinem orange-roten T-Shirt) durch Schritte von Kindern auf der Erdzeitachse unseres Bodenerlebnisparks abgelegt.

Unsere Sonne

Die spielerische Darstellung von Wolfgang war ein tolles Erlebnis nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Betreuer. Toll gemacht.

Das leckere Mittagessen hat uns diesmal Familie Mett gespendet und vorbereitet. Danke an Ilse für ihr tolles Engagement.

Am Nachmittag haben wir mit den Kindern eine Drehscheibe gebastelt, die es ihnen ermöglicht, sich das Gelernte über Planeten in einer anderen Form einzuprägen. Die Verschiebung von zwei miteinander verbundenen Scheiben zeigt z.B. die Maße, die Entfernung und die Anzahl der Monde eines Planeten.

Am Schluss unserer gelungenen Astrowerkstatt haben wir allen Kindern Bilder mit der Sonne, die sie beobachtet haben, als Erinnerungsgeschenk mitgegeben. Es war toll und es hat nicht nur Spaß, sondern auch Erfahrung gebracht. Ein besonderer Dank gilt unseren Sternfreunden  Annie und Heinz Krieger, so wie Robert Haas von der FÖJ die uns tatkräftig und spontan unterstützt haben.

Stanislaw Pawnuk

Astronomie Werkstatt für Kinder 2018

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