Eine kalte Beobachtungsnacht – viele Sterne und der Mond …


Am Donnerstag (22. Februar 2018) war es nach einigen Anläufen endlich soweit. Die vorigen Termine fielen wegen schlechten Wetters (heißt: Wolken) aus. Jetzt war es schön klar und … kalt!! Für Postpolio – Leute ein Kriterium, das eigentlich das Aus bedeutet. Aber wir waren ganz tapfer! Dafür belohnt wurden wir mit einem tollen Blick auf Sternhaufen, die Andromeda – Galaxie, den großen Orionnebel und den Mond.
Der Friesheimer Busch liegt etwas abseits vom Umlicht und ist auch für den Genuss von „Deep Sky Objekten“ ( = alle Objekte außerhalb unseres Sonnensystems wie Nebel, Galaxien, Sternhaufen…) , also besagten lichtschwachen Objekten, geeignet. Der Mond ist immer wieder ein Erlebnis für sich: Mare, Kraterformationen und viele Details seiner Oberfläche bringen auch dem unerfahrenen Beobachten ein sofortiges Erfolgserlebnis!
Peter Schmidt, ein SEHR engagierter und enorm sachkundiger Sternfreund, hatte seinen Großfeldstecher und ein extra für Leute mit Handicap geeignetes Stativ mitgebracht. Hiermit wird lichtstark ein relativ großes Gesichtsfeld abgedeckt und „Deep Sky“ ist ein Genuss.
Ein langbrennweitiges Teleskop für Monddetails war ebenfalls aufgebaut (danke Peter für Deine Manpower!!) und bot den günstig stehenden Erdtrabanten in Übersicht und auch im Detail, je nach Vergrößerung, die man durch unterschiedliche Okulare wählen kann.
Und eines hat Peter sehr einfühlsam für uns Polioleute gemacht: Ein Heizöfchen in unserer kleinen Hütte – MIT Diashow seiner hervorragenden Bilder (natürlich selbst aufgenommen und bearbeitet) und sanfter, etwas sphärischer Musik zur Erholung des eisigen Erlebnisses! Auch hierfür ein dickes Dankeschön. Das war perfekt!
Das wird wiederholt – im Frühjahr ist es wärmer und die Planeten zeigen sich auch wieder.
Danke auch an alle Tapferen, die den Weg und das kleine Zittern auf sich genommen haben ?

Aufbau einiger Geräte

Schon mal ein Blick in der Dämmerung zum Mond – der ist hell genug

In der Hütte kann man sich etwas aufwärmen und die Diashow von Peter genießen.

Die anderen, die gekommen sind, konnte ich nicht mehr fotografieren, weil es zu dunkel war – eigentlich klar… wie der Himmel.

Wer mehr über den „FriBu“ und uns Sternfreunde wissen möchte:
http://www.umweltzentrum-erftstadt.de/
und
http://www.umweltzentrum-erftstadt.de/was-machen-wir/aktive-gruppen/sternfreunde/

Beispielbilder hier, an dem Abend haben wir nicht aufgenommen

Die Andromedagalaxie mit etwas mehr Details als mit bloßem Auge sichtbar

Der Orionnebel in Farbe – mit dem Auge bleiben es Grautöne. Ein Foto gibt natürlich mehr Details wieder.

Und das bin ich.

Reinhard Pankrath

Alle Fotos: Copyright Reinhard Pankrath

Eine kalte Beobachtungsnacht

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