Als meine Frau Anni und ich zum ersten Mal 2016 auf La Palma die Milchstraße sahen, waren wir begeistert. Der folgende Besuch in einem Museum mit einer Bilderausstellung über Deep Sky-Objekte hat mich dann als Fotograf noch weiter befeuert. Mir war allerdings damals klar: Solche Fotos kriegst du nie hin.

So ganz war das Thema danach nie vom Tisch. Das Buch von Katja Seidel machte mir dann wieder Mut. Sie verspricht nämlich spektakuläre Bilder ohne Spezialausrüstung. Nach dieser Lektüre stellte sich die Frage, wie man beginnt und wo die geeignete Location in der Nähe ist.

Die Kölner Sternwarte mit einem Tag der offenen Tür kam da gerade recht. Peter Schmidt, einen der Hauptakteure, fragte ich dann: „Geht fotografieren auch ohne Riesenrohre, mit meiner vorhandenen Fotoausrüstung“? Peter hat uns dann zu den Sternfreunden im Friesheimer Busch eingeladen. Dort sind wir sehr freundlich aufgenommen worden und sind bis heute dabei.

In dieser Gemeinschaft gibt es Personen mit unterschiedlichsten Kenntnissen und Fertigkeiten als auch Equipment. Das Gute daran ist, das man Antworten auf Fragen bekommt; einer weiß immer etwas. Das ist entscheidend für Anfänger, so etwas kann man sich nicht anlesen.

So habe ich nun, wie gewünscht, mein vorhandenes Fotoequipment im Einsatz und besitze immer noch kein Teleskop.

Landschaftsfotos und Sternbilder lassen sich mit meiner APS-C-Kamera und den Brennweiten 16mm bis 400mm gut ablichten.

Mit einem Spectiv kommt man sogar auf 2000mm. Dann ist aber schon eine astromodifizierte Kamera und eine geeignete Nachführung erforderlich.

Ich möchte hier nun allen interessierten Fotografen Mut machen es auch mal zu versuchen.

Heinz Krieger

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